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«E-Books legen zu»
Jul 24th, 2008 by Bartosz Wilczek

Wie steht es im digitalen Zeitalter um das gedruckte Buch? Dani Landolf, Geschäftsführer des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbandes SBVV, gibt Auskunft.

Landolf G in

Wie steht es um das gedruckte Buch?

Dani Landolf: E-Books legen zwar zu, vor allem in bestimmten Segmenten wie Sach- oder Schulbücher. Gedruckte Titel wird es aber auch in Zukunft noch geben.

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf den Buchhandel?
Der Buchhandel könnte als Schnittstelle zwischen Verlag und Leser an Bedeutung verlieren, da die Bücher im Web bereitstehen.

Konsequenzen?
Wir suchen gemeinsam nach intelligenten Lösungen. Im Moment ist zum Beispiel die Rede von E-Book-Druckern. Klar ist: Die Kompetenz in Beratung und Selektion wird in Zukunft noch wichtiger.

Journalistische Inhalte gibt es im Web mehrheitlich gratis. Ist es zeitgemäss, für digitale Bücher Geld zu verlangen?
Ja. Auch für digitale Bücher braucht es Autoren, Lektoren, Übersetzer. Zudem gibt es kaum Möglichkeiten, die Kosten wie in der Musikbranche mit Merchandising querzufinanzieren.

Der US-Online-Händler Amazon will sein E-Book-Lesegerät Kindle etablieren.
Ob sich der Kindle durchsetzen kann, ist für mich nicht so eindeutig. Technikaffine Leser haben doch ohnehin Laptops dabei, die immer kleiner werden, und brauchen kein zusätzliches Gerät, um E-Books zu lesen.

Von Bartosz Wilczek

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© Kevin Lancashire