User in aller Welt sind bereits betroffen – Koobface verbreitet sich schnell und tarnt sich als Facebook-Freund.
Er ist clever und verbreitet sich äusserst schnell im Internet. Der Wurm Koobface hat bereits mehrere soziale Netzwerke befallen. Darunter auch die Musikplattform MySpace.
Vor einigen Monaten haben Sicherheitsexperten von Kaspersky Koobface erstmals auch bei Facebook aufgespürt. Inzwischen hat der Wurm Tausende von Windows-Nutzern infiziert – und ist dabei sehr perfide vorgegangen.
Von bereits infizierten Facebook-Konten aus versendet Koobface Mitteilungen an Freunde. Und verwendet dabei sogar das jeweilige Profil-Bild. «Diese Nachrichten enthalten einen Link zu einem vermeintlichen Videoportal», erklärt Christian Funk, Virus-Analyst bei Kaspersky.
Dort wird der Nutzer aufgefordert, die neuste Version des Flash-Players zu installieren. «Doch genau hier verbirgt sich die Schadsoftware und der Prozess beginnt von vorne», sagt Funk weiter.
Vorsicht geboten
Die Herkunft des Virus ist nicht bekannt. Unklar ist auch, was der Virus will. «Bisher beschränkt sich die Arbeit von Koobface auf die Verbreitung von immer neueren Varianten des Wurms», sagt Funk.
Ansonsten richtet er offenbar keinen Schaden an. Vorsicht ist aber geboten: «Attacken sind denkbar. Der Wurm hat dazu unterschiedliche Möglichkeiten.»
Beispielsweise könnte Koobface im nächsten Schritt die infizierten Computer zu einem riesigen Netz zusammenschalten und dann Spam-Attacken durchführen oder Server lahmlegen.
Microsoft stellt derweil ein Gratis-Tool zur Verfügung, mit dem man Koobface identifizieren und entfernen kann:
http://onecare.live.com/site/de-de/default.htm
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