Lukas Bärfuss und Peter Stamm: Schweizer Schriftsteller besprechen E-Books
Der neue Reader von Sony dürfte den elektronischen Büchern Auftrieb geben.

Der neue Sony-Reader PRS-505 kommt Anfang April für rund 450 Franken auf den Schweizer Markt. Bild: Sony
Klicken statt blättern: E-Books fristeten bisher ein Nischendasein. Dank neuer Technologie könnte sich das nun ändern. «Das wird eine feine, leichte, praktische und sehr unsinnliche Sache», sagt der Schweizer Autor Lukas Bärfuss.
Praktisch ist die Technologie durchaus. Bis zu 160 Bücher finden auf dem neuen Lesegerät von Sony Platz. Der E-Book-Reader soll dem Gerät von Amazon Konkurrenz machen – zumindest in den USA. Dort wurde unlängst die zweite Generation des Amazon Kindle lanciert.
Aber sind E-Books wirklich unsinnlich? «Bücher sind ja mehr als die darin enthaltenen Texte», sagt der Winterthurer Bestseller-Autor Peter Stamm. «Sie haben eine Präsenz, wenn sie im Bücherregal stehen, einen Geruch, eine Textur.» Dies kann der Sony-Reader nicht bieten. Das Gerät heisst relativ trocken PRS-505, besteht aus Kunststoff, die Texte sind im EPUB-Format gespeichert.
Lesekomfort soll es aber dennoch geben. Die Display-Anzeige sieht aus wie ein bedrucktes Blatt Papier. Die sogenannte E-Ink-Technologie macht es möglich.
Vorteil dank Suchfunktion
Bärfuss und Stamm bieten ihre Texte zwar noch nicht als E-Books an. Wörterbücher und Lexika nutzen aber beide bereits in elektronischer Form. «Dank der Suchfunktion haben E-Books einen enormen Vorteil», sagt Stamm.
Ob auf Papier oder elektronisch: Die Geschichten werden sich laut Bärfuss um dieselben Dinge drehen: «Bedingungslose Liebe, grenzenlosen Ehrgeiz, Mord und Totschlag.»
Bartosz Wilczek
Geschrieben von Bartosz Wilczek, 11. Mrz 2009, Rubrik: Gadgets, Kommentare schreiben