Britischer Wissenschaftler will Google an den Kragen
«Wolfram Alpha»: Eine neue Generation von Suchmaschinen soll Google in den Schatten stellen.
Mit 20 Jahren machte er in Oxford seinen Doktor in theoretischer Physik. Später entwickelte er am Institute of Technology in Kalifornien die Software «Mathematica». Das Programm ist inzwischen für viele Wissenschaftler ein Standardwerkzeug.
Stephen Wolfram galt schon früh als Wunderkind. Nun tritt der britische Wissenschaftler an, die Vormachtstellung von Google zu brechen.
«Wolfram Alpha» wird im Mai lanciert und soll eine neue Ära von Suchmaschinen einläuten. Nicht weniger als «ein neues Paradigma zur Nutzung des Computers und des Web» verspricht der Brite in seinem Blog. Die Website soll vieles von dem können, was auch Google kann – nur besser.
Konkrete Antworten
«Wolfram Alpha» erstellt nicht Listen mit Dokumenten, wie es Google oder andere Suchmaschinen tun. Die Wunder-Website kann vielmehr konkrete Antworten auf Fragen liefern respektive berechnen, die zudem in natürlicher Sprache gestellt werden können.
Eine «berechnende Wissensmaschine» bezeichnet Wolfram seine Erfindung. Ein Team von rund hundert Spezialisten ist an der Entwicklung der Suchmaschine beteiligt. Und schon viele wollten eine bessere Suchfunktion als Google programmieren, doch Wolfram traut man dies zu.
«Wettbewerb ist gut und wir glauben, dass mehr Innovation in der Suche schlussendlich dem User zugute kommt», sagt Google-Sprecher Matthias Meyer gegenüber «.ch» – und fügt hinzu: «Wir arbeiten kontinuierlich daran, dem Sucher das beste Suchresultat an erster Stelle der Suchergebnisse zu liefern – sei dies als Text, Bild, Video oder Buchsuchresultat.»
Bartosz Wilczek
www.wolframalpha.com
Geschrieben von Bartosz Wilczek, 10. Mrz 2009, Rubrik: Online-Dienste, Kommentare schreiben


