Weil man Shakespeares Werke jetzt auch auf dem Handy lesen kann, könnten E-Books bald hinfällig werden.

Hat Amazons Kindle bald ausgedient?
2008 war unter anderem das Jahr des elektronischen Buchs. Amazon verkaufte mutmasslich rund 380 000 Stück seines E-Readers Kindle, und auch der Reader von Sony war alles andere als ein Ladenhüter.
Dennoch könnte die junge Erfolgsgeschichte des elektronischen Buchs schon bald wieder zu Ende sein. Immer häufiger nämlich wird Literatur direkt auf dem Handy konsumiert. Zumindest deuten die Verkaufszahlen des iTunes App Store in diese Richtung. Gemäss dem App-Hersteller Readdle sollen bereits 300 000 iPhone- oder iPod-Touch-Benutzer Shakespeares gesammelte Werke gekauft haben.
In der Tat spricht einiges dafür, digitale Bücher nicht auf einem E-Reader, sondern auf einem Smartphone zu lesen. Adam Parks, der geschäftlich viel unterwegs ist und gerne elektronische Bücher liest, sagt gegenüber Business Week, dass er Literatur lieber auf seinem iPhone konsumiert, weil er dieses ohnehin immer bei sich trägt und so kein zusätzliches Gerät mitführen muss.
Zudem bezahlt man bei iTunes weniger für ein Buch als im Kindle Store von Amazon. Beispielsweise kostet eine Sammlung von 14 Kinderbüchern, darunter Klassiker wie Alice im Wunderland, Gullivers Reisen oder Robinson Crusoe, bei iTunes USA gerade mal 99 Cent. Dies ist auch der Preis, den Amazon allein für Alice im Wunderland verlangt. chi
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