Per Klick zum Trinkgelage: Was man sonst noch mit Facebook anstellen kann oder doch besser lässt, verraten fünf Prominente.
Seit sich Hunderte von Jugendlichen in Schweizer Grossstädten zum «Botellón» treffen, ist hinlänglich bekannt, dass man die Massen via Facebook zu allerhand Unfug mobilisieren kann. Das soziale Netzwerk hat freilich auch positive Seiten.
«Facebook ist das ideale Verwaltungsprogramm für Bekanntschaften», sagt der grüne Nationalrat Bastien Girod. Nutzer können auf dem Internetportal facebook.com eigene Profile mit persönlichen Informationen und Fotos erstellen und diese mit den Profilen von Freunden verlinken.
Dadurch werden auch deren Freunde sichtbar und man erkennt, wer mit wem über welche Beziehungen verknüpft ist. Der Umgang innerhalb der Facebook-Gemeinschaft ist unkompliziert. «Es besteht weniger Verpflichtung als bei normaler E-Mail-Kommunikation», sagt Taschen-Designer Daniel Freitag.
100 Millionen Nutzer
2004 durch den Harvard-Studenten Mark Zuckerberg gegründet, sind heute weltweit bereits 100 Millionen Personen bei Facebook registriert. Die Konkurrenz-Plattform MySpace ist mit 200 Millionen Anwendern zwar noch immer doppelt so gross, doch Facebook holt auf.
Laut Angaben des US-Marktforschers comScore ist Facebook die am stärksten wachsende Internet-Gemeinschaft der Welt. Vor allem in Europa, im Nahen Osten und in Afrika hat Facebook im letzten Jahr an Boden gewonnen.
In Kontakt bleiben
Facebook wird in erster Linie im privaten Rahmen genutzt. «Ich bin dabei, um mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben und Klatsch auszutauschen», sagt Xenia Tchoumitcheva, Vize-Miss-Schweiz 2006. Und Viva-Moderator Robin Rehmann will «mit möglichst vielen Frauen gleichzeitig flirten».
Als PR-Instrument dringt Facebook aber immer mehr auch ins Business vor. Sängerin Börni Höhn etwa betreibt eine Fan-Seite. Und für Bastien Girod dient Facebook auch für die politische Kommunikation: «Es besteht die Möglichkeit, politische Initiativen und Gruppen zu lancieren und zu unterstützen.»
Xenia Tchoumitcheva, Vize-Miss-Schweiz 2006 und Model
Anzahl Freunde: ca. 400
Dos: «Ich nutze den Chat sehr häufig, mittlerweile sogar häufiger als den MSN Messenger. Und dann mag ich auch das Spiel ‹Friends for Sale› – teilweise resultiert ein richtiger Wettkampf darüber, wer sich den Freund ergattern kann.»
Don’ts: «Das Spiel ‹Fantasy Stock Exchange›. Es ist zwar eine gute Übung für den An- und Verkauf von Aktien. Das Spiel ist aber zu langsam und leider auf den amerikanischen Markt beschränkt.»
Börni Höhn, Sängerin
Anzahl Freunde: 73
Dos: «Man kann sich ganz verschiedenen lustigen Gruppen anschliessen. Zum Beispiel gibt es die Gruppe ‹Ich habe eine Party mit Big-Head überlebt› – ich finde das ziemlich cool.»
Don’ts: «Wenn man eine Beziehung hat und diese nicht preisgeben will, dann klickt man besser nicht auf ‹Ist jetzt in einer Beziehung›. Aber ich spreche da nicht von mir.»
Robin Rehmann, VIVA Schweiz Moderator
Anzahl Freunde: 621
Dos: «Ich finde es super, unkompliziert und schnell Einladungen für Events zu versenden. Am liebsten schaue ich mir aber selbstgemachte Handy-Videos von Facebook-Freunden an und natürlich produziere ich auch selber welche.»
Don’ts: «Spam! Es reicht wirklich, einmal eine Event-Einladung zu versenden. Alles andere finde ich störend.»
Daniel Freitag, Taschen-Designer
Anzahl Freunde: 109
Dos: «Wichtig ist, nur Leute in die eigenen Kontakte aufzunehmen, die man persönlich kennt. Ich kenne alle meine Facebook-Kontakte persönlich. Das sind alles gute Freunde und Bekannte von mir. Eine konsistente Gruppe von Leuten vereinfacht den Umgang miteinander.»
Don’ts: «Ich installiere in der Regel keine zeitfressenden Applikationen.»
Bastien Girod, grüner Nationalrat
Anzahl Freunde: 289
Dos: «Die Anwendung ‹I am Green› macht sich sehr gut. Damit kann man bei jeder Nachricht ein kleines ökologisches Geschenk mitsenden, das wirklich nicht mehr als einige Bytes verbraucht.»
Don’ts: «Persönlich finde ich die Einladungen zu Facebook-Anwendungen nicht sehr sinnvoll. Man sieht ja selber, welche Anwendungen die eigenen Freunde verwenden.»
Von: Bartosz Wilczek
Share on Facebook