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Internet-TV: Die Billag wittert das grosse Geld im Netz
Aug 28th, 2008 by Bartosz Wilczek

Dienste wie Zattoo und Nello bringen Fernsehen ins Netz. Nun wird Internet-TV gebührenpflichtig.

Billag G 01 in Internet-TV: Die Billag wittert das grosse Geld im Netz

Lange hat die Schweizer Internetgemeinde im Web ferngesehen – ohne aber die Rechnung mit der Schweizerischen Erhebungsstelle für Radio- und Fernsehempfangsgebühren (Billag) zu machen. Das ändert sich nun, wartet doch im Netz ein grosser Batzen Geld.

Neue Gebühren
Ab Montag wird Internet-TV gebührenpflichtig. Wer einen Computer mit Breitbandanschluss besitzt und bei einem Internet-TV-Anbieter wie Zattoo oder Nello registriert ist, muss neu auch Fernsehgebühren zahlen. Ausgenommen sind Haushalte, in denen ohnehin bereits Radio- und Fernsehgeräte angemeldet sind. Zusammen mit der Radiogebühr, die für Internetuser schon länger Pflicht ist, muss der Internet-TV-Nutzer neu jährlich 462 Franken an die Billag entrichten.

Das Schweizer Unternehmen Zattoo stellt kostenlos über 70 Sender ins Netz. Rund 800 000 Nutzer sind derzeit registriert. Wie viele Zattoo-Nutzer von der neuen Computer-Gebühr betroffen sind, ist zwar nicht bekannt. Aber auch wenn es nur ein kleiner Prozentsatz ist, kann die Billag doch zusätzliche Summen in Millionenhöhe kassieren.

Keine Kontrolle

«Internet-TV wird sicher noch weiter an Bedeutung gewinnen», sagt Beat Knecht, CEO von Zattoo. Die neuen Gebühren seien nachvollziehbar. Die Einnahmen der Billag sollten aber nach oben hin begrenzt werden. «Für Studierende ist die Jahresgebühr der Billag so hoch wie eine Monatsmiete», so Knecht.

Ob Internet-Nutzer Dienste wie Zattoo oder Nello auf ihren Computern installiert haben, kann die Billag nicht kontrollieren. «Wir appellieren an die Ehrlichkeit der Nutzer, im Zweifelsfall wird aber Anzeige an das Bundesamt für Kommunikation erstattet», sagt Billag-Sprecher Thomas Rudin.

Von Bartosz Wilczek

«Unser Körper ist für Bewegung gemacht»
Aug 22nd, 2008 by Tobias Chi

Urs Näpflin ist CREE zertifizierter Euro-Ergonome bei der Suva Luzern

Naepflin G 01 in «Unser Körper ist für Bewegung gemacht»

Was kann alles passieren, wenn man sich am PC-Arbeitsplatz ergonomisch falsch verhält?
Zentrales Ziel der Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz ist die Schaffung geeigneter Arbeitsbedingungen, um eine effiziente und fehlerfreie Arbeitsausführung sicher zu stellen und gesundheitliche Schäden auch bei langfristiger Ausübung einer Tätigkeit vorzubeugen. In dem Zusammenhang würde ich nicht von ergonomisch richtigem oder falschem Verhalten sprechen, sondern vielmehr von einer ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung, welche gute räumliche, klimatische und lichttechnische Rahmenbedingungen schafft. Sie soll aber auch die anpassparen Arbeitsmittel (Tisch, Stuhl, Hardware und Software etc.) berücksichtigen. Schliesslich ist die optimale Arbeitsorganisation bis zur Pausengestaltung zu berücksichtigen.

Die negativen Folgen ungenügender Arbeitsplatzgestaltung am PC-Arbeitsplatz sind primär Leistungseinschränkung, schnellere Ermüdung (z.B. bei ungenügenden Lichtverhältnissen, zu kleiner Zeichengrösse am Bildschirm oder durch Lärm). Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive ist die Leistungseinschränkung ein bedeutender Grund, Investitionen in die Bildschirmergonomie zu tätigen.

Bei der längerfristigen PC-Arbeit können auch Beschwerden entstehen. Die häufigsten genannten Beschwerden sind Augenbeschwerden und Wirbelsäulenbeschwerden gefolgt von Kopfschmerzen und Müdigkeit. Das Auftreten der Beschwerden hängt stark von der Dauer der PC-Arbeit ab.  Mit zunehmender Dauer der täglichen PC-Arbeit  steigt auch die Beschwerdenhäufigkeit.

Was sollte beachtet werden, um Augenbeschwerden zu vermeiden?
Um Augenbeschwerden zu verhüten, sind folgende vier Aspekte zu berücksichtigen:

1. Sind die Augen und ist das Sehsystem voll funktionstüchtig oder wäre allenfalls wieder einmal eine Kontrolle beim Augenarzt angezeigt?
So nimmt die Brechkraft der Augenlinse mit ca. 45 Jahren kontinuierlich ab, sodass unter Umständen auch für die PC-Arbeit eine «Lesebrille”» benötigt wird. Generell klagen Personen mit vorbestehenden Sehproblemen (Hornhautverkrümmung, verstecktes Schielen) häufiger über Sehbeschwerden am Arbeitsplatz.

2. Herrschen gute Sehbedingungen am PC-Arbeitsplatz? Die Sehbedingungen betreffen beispielsweise die Schriftgrösse bzw. Zeichenhöhe, welche etwa 3-4 mm hoch sein soll (12-er Arial) bei einem Auge-Bildschirmabstand von etwa 60-80 cm.
Die Schrift soll gut lesbar und mit einem möglichst hohen Kontrast (schwarze Schrift auf weissem Hintergrund) dargestellt sein. Wichtig ist neben den Darstellungen am Bildschirm auch, dass der Bildschirm nicht gegen eine Fensterfront gerichtet ist. Die grossen Helligkeitsunterschiede zwischen Bildschirm und Fenster erschweren die Wahrnehmung infolge Blendeffekten. Generell ist auch der natürlichen und künstlichen Beleuchtung im Büro grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Hier ist zu erwähnen, dass mit zunehmendem Alter auch der Lichtbedarf zunimmt. Zugleich steigt aber auch die Blendempfindlichkeit.

3. Wird die kontinuierliche «visuelle» Arbeit am Bildschirm regelmässig unterbrochen durch andere Tätigkeiten oder durch Pausen?
Durch Tätigkeitswechsel und regelmässige Pausen wird die statische Haltung (auch der Augen) unterbrochen. Sowohl die psychische als auch die körperliche Spannung können «gelockert» werden. Regelmässige «selbstgewählte» Unterbrechungen und Pausen beugen Beschwerden vor. Zudem erhöhen sie die Arbeitsleistung. Durch aktive Augen- und Pausenübungen kann der Erholungseffekt gesteigert werden

Wie kann man Rückenschäden vorbeugen?
Im Zusammenhang mit Arbeit am PC würde ich nicht von Rückenschäden, sondern von Beschwerden im Wirbelsäulenbereich sprechen. Vielfach ist es nicht die Arbeit am PC an und für sich, sondern die sitzende Tätigkeit in immer derselben (teilweise falschen) Haltung, in Kombination mit mangelnder Bewegung, welche Hauptverursacher der Beschwerden sind. Diese Beschwerden können durch die gute Arbeitsplatzgestaltung vorgebeugt oder eliminiert werden. Tätigkeitswechsel und damit einhergehend Haltungswechsel (z.B. stehend telefonieren, Gespräche stehend führen) während der Arbeit wirken vorbeugend. Unser Körper ist für Bewegung gemacht. Gerade Mitarbeitende mit bewegungsarmen Tätigkeiten sollten motiviert werden zu einem regelmässigen  «bewegten Ausgleich» in der Freizeit, sei es durch tägliche Alltagstätigkeiten (Laufen mit Hund, zu Fuss zur Arbeit) oder durch regelmässiges Sporttreiben. Sporttreibende mit vorwiegend sitzender Tätigkeit klagen massiv weniger über starke Rückenbeschwerden gegenüber «Bewegungsmuffeln».

Gibt es auch Ernährungsrichtlinien, wenn man täglich am PC arbeitet?
Die Ernährungspyramide der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung zeigt die bedeutendsten Komponenten der gesunden Ernährung auf. Die Bürotätigkeit ist geprägt von hohem mentalen Leistungsanspruch oft gepaart mit Zeitdruck und Hektik. Zugleich ist der Energieumsatz gering im Vergleich zu anderen beruflichen Tätigkeiten. Essen im Büroalltag sollte diese Aspekte berücksichtigen:

• Qualität statt Quantität beim Essen zur Vermeidung von Übergewicht
• Konzentration und mentale Leistungsfähigkeit erhalten durch genügende Trinkmenge, bewusste Auswahl der Kohlenhydrate (z.B. Vollkornbrot) und eiweissbetonte Mittagsverpflegung
• Geniessen statt Stressen: Zeit nehmen für Verpflegung, Kalorienbomben vermeiden (Gipfeli, Schokoriegel etc.)
Wie wichtig sind Pausen?
Tätigkeitswechsel und Pausen erhalten, wie oben erwähnt, die Leistungsfähigkeit. Sie beugen zudem Beschwerden vor. In dem Sinne ist eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit regelmässigen Pausen sehr bedeutsam, insbesondere auch für intensive, «stressreiche» Phasen der PC-Arbeit. Gerade unter Arbeitsdruck kann durch eine bewusste und regelmässige Pausenwahl dem frühzeitigen «mentalen Kräfteverschleiss» vorgebeugt werden im Sinne: «Lass den Stress sausen – mach Pausen».

Was gilt es sonst noch zu beachten?
Durch Bildschirmarbeit werden im Allgemeinen keine Gesundheitsschäden verursacht. Wenn dennoch nach längerer Tätigkeit am Bildschirmgerät Beschwerden auftreten – z.B. im Nacken, im Rücken, an den Augen – liegt die Ursache häufig in einer falschen Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes. Gute Arbeitsplatzbedingungen, Information an die Mitarbeiterschaft über die bedeutendsten gesundheitlichen und ergonomischen Aspekte am PC-Arbeitsplatz,  aber auch die Selbstverantwortung aller Mitarbeitenden im Bezug auf körperlichen Ausgleich tragen dazu bei, Probleme vorzubeugen oder zu eliminieren.

Handy: Die virtuelle Welt auf dem kleinen Display
Aug 19th, 2008 by Bartosz Wilczek

Die unendlichen Weiten des Internets in einer Hand: Das mobile Internet ist auf dem Vormarsch und bietet schlaue Anwendungen.

Handy Neu G 01 in Handy: Die virtuelle Welt auf dem kleinen Display
Seit der Lancierung des iPhone ist klar: Das Internet wird zur Standardanwendung fürs Handy.

Clevere Funktionen
Wer mit dem Mobiltelefon surft, kann unterwegs nicht nur E-Mails schreiben und Online-Zeitungen lesen, sondern auch Fahrpläne abrufen, sich mit Freunden vernetzen und Wissen anzapfen (siehe unten). Bis 2013 werden in Westeuropa rund 38 Prozent aller Handy-Nutzer vom mobilen Internet Gebrauch machen. Das wären laut dem Marktforschungsinstitut Forrester dreimal mehr als heute. Bis dahin gilt es aber, zwei Hürden zu überwinden.

Zwei Hürden

Erstens «sind tiefere Tarife fürs mobile Internet ein wichtiger Schritt», sagt Google-Sprecher Matthias Meyer. «Zudem sollten die Telekommunikationsunternehmen ihre Preise transparenter gestalten», ergänzt Robert Furger, Geschäftsführer von search.ch. Zweitens muss die Technik weiter reifen. «Wir erwarten, dass in den kommenden Jahren voll funktionsfähige Handy-Browser zum Alltag gehören», sagt Meyer.

Vernetzung
Mit dem deutschen sozialen Handy-Netzwerk Aka-Aki hat man seine Freunde stets griffbereit. Und das Beste: Dank Bluetooth kann man die Profile aller Mitglieder anschauen, die sich im Umkreis von 20 Metern befinden. Der Service ist kostenlos.
www.aka-aki.com

Service
Die Schweizer Suchmaschine search.ch hat fürs Handy die wichtigsten Funktionen zu einer kostenlosen Kompaktversion geschnürt. Damit kann man unterwegs Telefonnummern suchen, Fahrpläne abrufen und Wetterprognosen nachlesen.
www.search.ch

Wissen
Auch das Meyers Taschenlexikon macht mobil und präsentiert eine Ausgabe für das kleine Display – mit verlässlichem Wissen für unterwegs. Das Lexikon umfasst 150 000 Stichwörter und steht kostenlos zum Nachschlagen und Recherchieren bereit.

http://mobile.lexikon.meyers.de

Orientierung
Dank Google Maps Mobile verliert das Schweizer Handy nie die Orientierung – im öffentlichen Verkehr. Der Nutzer gibt Start- und Zielort ein und wählt anschliessend die gewünschte Streckenoption. Den Service gibt es kostenlos für fast jedes Java-fähige Handy.
www.google.com/gmm

Von Bartosz Wilczek

Beats & Loops: Nur die besten Zutaten ergeben einen feinen Mix
Aug 5th, 2008 by Bartosz Wilczek

Neue Talente braucht das Land, findet DJ Noise. Drei Gadgets für eine musikalische Fingerübung gibt es schon mal hier.

Noise G 01 in Beats & Loops: Nur die besten Zutaten ergeben einen feinen Mix

Zum 17. Mal startet diesen Samstag die Street Parade zu einer Art Techno-Volksfest am Zürcher Seebecken. Ohne die Street Parade «gäbe es in der Schweiz aber auch den Underground nicht mehr», sagt Patrick Finger, besser bekannt als DJ Noise. Das Zürcher DJ-Urgestein legt am Samstag beim Kongresshaus auf und präsentiert zur Street Parade eine eigene CD.

Tipps vom Profi
Schade sei, so DJ Noise, dass die Verantwortlichen kaum noch Schweizer DJs für die Street Parade engagieren. Neue Talente sind also gesucht. In diesem Sinn will der Zürcher schon seit längerem eine DJ-Schule gründen, «doch bisher kam immer etwas dazwischen». Zur Grundausrüstung eines DJs gehören zwei CD-Player und ein Mischpult. «Auf Plattenspieler und Vinyl kann man heutzutage gut verzichten.» Ein «vernünftiger CD-Player» etwa von Pioneer kostet um die 900 Franken, das Mischpult gibt es als Occasion ab 300 bis 500 Franken. Für Einsteiger reicht das.

Tracks im Netz
Und dann darf natürlich auch eine sorgfältig sortierte CD-Sammlung nicht fehlen – oder «eine funktionierende Kreditkarte». Denn auf Websites wie «beatport.com» oder «dj-download.com» stehen die Tracks «legal zum Download bereit». Diese mixt DJ Noise mit dem Programm Traktor DJ Studio in Verbindung mit FinalScratch. Für Einsteiger und Fortgeschrittene bieten auch die folgenden neuesten Musik-Gadgets einen kreativen, wenn auch nicht ganz günstigen Zugang in die Welt der elektronischen Musik.

Der mobile Alleskönner
Der Pacemaker ist nicht grösser als ein Brillenetui, vereint aber ein ganzes DJ-Equipment. Dank dem kleinen Gerätchen des schwedischen Herstellers Tonium hat der DJ ein Mischpult, zwei Plattenspieler und sein Musikarchiv auch unterwegs stets griffbereit. Der Pacemaker verfügt über 120 GB Speicher. Mit den beiden runden berührungsempfindlichen Bedienelementen kann man Mixes kreieren. Für zusätzliche Funktionen wie Loops, Hall-Effekte oder die Veränderung von Höhen und Tiefen gibt es spezielle Tasten. Über den Kopfhörer kann man die Tracks probehören.

Preis: 947 Franken.
www.djpacemaker.ch

Der innovative Soundtüftler
Der japanische Medienkünstler Toshio Iwai hat es entworfen. Und Yamaha hat es gebaut. Das Tenori-On ist eine Schnittstelle für «visuelle Musik» und soll auch Peter Gabriel und Björk zu innovativen Klängen inspiriert haben. Die Matrix des Tenori-On hat 16 mal 16 LED-Tasten, erfüllt Eingabe- beziehungsweise Spielfunktionen und ist zudem ein Display. Durch die Bedienung und die Interaktion mit den LED-Tasten sowie dem Licht, das sie erzeugen, kann der Soundtüftler eine Vielzahl von Spielmöglichkeiten nutzen. Aufnahmen kann man auf bis zu 16 Ebenen auch gleichzeitig abspielen.

Preis: 1390 Franken.
www.tenori-on.yamaha-europe.com

Das vielseitige Trio
Korg, der japanische Hersteller von Keyboards, präsentiert drei brandneue USB-Controller für den Computer und liefert damit ein Musikstudio im Kleinformat für zu Hause. Der nanoKEY hat 25 anschlagsdynamische Tasten und eignet sich bestens zum Komponieren am Computer. Mit dem nanoPAD wiederum kann man die passenden Rhythmen programmieren oder auch Akkorde speichern und diese per Tastendruck wiedergeben. Und mit dem nanoKONTROL liefert Korg noch das passende Mischpult, mit neun Fadern, neun Drehreglern und 18 Schaltern.

Voraussichtlich ab Ende 2008 auf dem Schweizer Markt.
www.korg.de

Von Bartosz Wilczek

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© Kevin Lancashire